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12.05.2009

Pink Floyd and the ending of "2001"


Zu den schönsten Verschwörungstheorien, mindestens aber zu den schönsten Zufällen der Filmgeschichte, gehört die Tatsache, dass Pink Floyds episch ausladendes Stück Echoes vom Album "Meddle" sich als verblüffend synchron zur Sequenz Jupiter and beyond the Infinite erweist. Wikipedia:
Similar to the the Dark Side of the Rainbow effect, it is rumoured[7] that "Echoes" synchronizes with Stanley Kubrick's 1968 film 2001: A Space Odyssey when played concurrently with the final segment (entitled "Jupiter and Beyond the Infinite").

"Echoes" was released 3 years after the film and is 23 minutes and 31 seconds in length, similar to the "Infinite" segment. Sounds in the middle part of the song suggest to some listeners the feeling of travelling through an alien world. The drone vocalizations heard in the final scenes of 2001 seem to match with the discordant bass vibrations in the middle of "Echoes" as well the choral glissandos of its finale. Some argue that there are moments when the song and film soundtrack are nearly indistinguishable. Another notable link occurs during a change in scene at precisely the moment when guitar and keyboards crescendo as the lyrics re-enter for the final verse. Almost as a bonus, the early lyrics contain references to planets, which seems entirely suitable for the film's depiction of Jupiter and its moons. Adrian Maben re-created this marriage of music and image in his director's cut of Live at Pompeii using CGI.

The members of the band always denied that the synchronization was intentional. Furthermore, the technology to play back film in a recording studio circa 1971 would have been expensive and difficult for the band to acquire. Roger Waters is sometimes quoted as saying that the band's failure to contribute music on 2001's official score was his "greatest regret"[7].

The 1973 George Greenough film "Crystal Voyager" concludes with a 23 minute segment in which the full length of "Echoes" accompanies a montage of images shot by Greenough from a camera mounted on his back while surfing on his kneeboard.
Auf VideoGoogle findet sich eine synchronisierte Fassung von Echoes und "2001":


3. Sitzung - Allgemeine Diskussion


Mit einem instruktiven Inputreferat über die zeitgenössischen Reaktionen beginnt G. die Sitzung. In dessen Verlauf stellt sich heraus, dass "2001" zu seiner Welturaufführung eher skeptische, durchwachsene und irritierte Reaktionen hervorrief. Über die visuelle und technische Brillanz besteht zwar weithin Konsens, bemängelt werden aber u.a. die faktischen und gefühlten Längen des Films, die mäßig entwickelten Charaktere und das Fehlen eines klassischen Plots: Eine erste Spur für uns, dass die üblichen Parameter zur Bewertung klassischer Hollywoodfilme für "2001" eher nicht geeignet sind.

Dass solche Überforderungen - auch wenn der Film mittlerweile fest im Kanon einsortiert ist - noch heute und gerade auch an uns selbst zu beobachten sind, leitet uns zur freien und assoziativen Diskussion unserer Beobachtungen über. Dass der Film Längen aufweist, steht außer Frage; überraschend vor dem Hintergrund gewandelter Sehgewohnheiten aber ist, dass "2001" auch 1968 als krasse Entschleunigung wahrgenommen wurde.
Ein Hinweis auf die bereits entschleunigend wirkende Ouvertüre führt uns zu allgemeinen Beobachtungen des Musikeinsatzes in "2001". Auffällig ist, dass die Musik vor allem Maschinenauftritte, selten aber menschliche Aktivitäten untermalt: Raumschiffe tanzen vergnügt im All, sogar eine sexuelle Vereinigung wird angedeutet. Demgegenüber erscheinen Menschen in "2001" als einer blanken Rationale folgende Funktionsträger, geradeso als hätten sie - begreift man "2001" als eine Seinsgeschichte des Menschen unter dem Horizont seines Verhältnisses zu seiner Technik - emotionale und ästhetische Aspekte ihres Seins im Zuge in die Technologie exkorporiert. So ist es denn auch der Bordcomputer HAL 9000, der in "2001" am "menschlichsten" erscheint: Er neigt zu Fehlern und Hybris, ist eitel und rachsüchtig und bettelt bei seiner Entmachtung um Gnade. Vor diesem Hintergrund lässt sich der Schluss von "2001" als Überwindung der materiellen Angewiesenheiten des Menschen deuten, als Schwellenschritt einer neuen Seinsstufe des Menschen.

Zum Ende hin diskutieren wir noch einige kunstgeschichtliche Aspekte. Festgestellt wird hierbei die ikonografische Nähe der Szene mit dem gealterten Bowman auf dem Sterbebett zu Michelangelos "Adam", sowie die Ähnlichkeit zwischen dem Monolithen und dem "Schwarzen Quadrat" von Malewitsch.